Herren bewiesen Nervenstärke

Die Herren des TCR starten mit 4:2 erfolgreich in die beginnende Winterrunde

Wenn die Blätter der Bäume ihre Farbe wechseln und gleichzeitig mit ihnen auch der Untergrund, auf dem gespielt wird und sich die Lobs im Dach verfangen, weiß der Tennisspieler, es ist wieder soweit. Und so trafen sich die Mannschaften des TC Rothenburg und des TSV Ansbach am 19.10. zum ersten Spiel der Winterrunde in Bad Windsheim.

In der ersten Runde betrat der Mann zum ersten Mal den Platz, der zum entscheidenden Faktor werden sollte. Sowohl Marque Berger als auch sein junger Gegner waren zunächst nicht gewillt, ihren Aufschlag abzugeben. Es entwickelte sich eine Partie, die, typisch für die Halle, von rasantem Tempo und kurzen Ballwechseln geprägt war. Es war der Akteur aus Ansbach, der zuerst ausreißen und sich damit den ersten Satz sichern konnte. Sodann spielte Marque Berger aber seine ganze Erfahrung aus und ließ seinem Kontrahenten im Folgenden keine Chance mehr. Am Ende siegte er im Matchtiebreak. Benedikt Schulz bekam es mit einem starken Gegner und seiner wuchtigen Vorhand zu tun, die er immer wieder mit durchschlagendem Erfolg einzusetzen wusste. Trotz einer couragierten und läuferisch starken Abwehrarbeit musste Benedikt Schulz schließlich seinem Kontrahenten zum Sieg gratulieren.

Die Zweite Runde wurde von Rainer Brahm eröffnet. Sein Kontrahent musste sich jedoch gleich mit zwei Gegner auseinandersetzen, da das konstante, variable und streckenweise fehlerlose Spiel Brahms immer wieder verbale und gestische Ausbrüche des Akteurs aus Ansbach bewirkte, sodass dieser zumeist mit sich selbst beschäftigt war. Solch potentielle Provokation prallte allerdings am routinierten Rainer Brahm ab, der gelassen und kontrolliert das Spiel in zwei Sätzen zu Ende führte. Jonas Holstein war es deutlich anzumerken, dass es vor allem mit dem neuen Untergrund zu kämpfen hatte. Abstimmungsprobleme beim Balltreffpunkt, die wiederum Unsicherheit auslösten, waren die Folge. Die technische und spielerische Sicherheit seines Gegners taten ihr Übriges, sodass trotz eines kurzen Comebacks im zweiten Satz der Sieg nach zwei Sätzen nach Ansbach ging.

Unentschieden nach den Einzeln – der Spielstand, den jeder Tennisspieler zu vermeiden sucht. Taktieren, auf Sicherheit gehen? Doch für die Rothenburger war klar, dass nur der Sieg ihr Ziel sein kann. Das Doppel Brahm/Holstein brauchte einen Satz, um ins Spiel zu finden. Mit zunehmender Spieldauer fand das Duo jedoch zu seiner Spielstärke und schaffte es, mit einer Balance aus sicherem Grundlinienspiel und aggressivem Netzverhalten ihre Gegner in einem klarem Matchtiebreak zu bezwingen. Nun hing alles am Doppel Berger/Schulz und Marque Berger sollte zu wahrer Höchstform auflaufen. Doch es war zunächst die Aufschlagstärke von Benedikt Schulz, der ebenfalls exzellent aufspielte, die das Doppel in der frühen Phase im Spiel hielt. Es entwickelte sich ein äußerst knappes Spiel, das seinen Höhepunkt, und wie sollte es an diesem Spieltag auch anders sein, im Matchtiebreak fand. Dank eines überfallartigen Starts des Rothenburger Gespanns und den starken Aufschlägen Bergers, der im Laufe des Doppels nicht nur seine Nerven- sondern auch seine Führungsstärke bewies, entschied es das Spiel schließlich für sich und der Sieg ging an die Tauber.

Es spielten in den Einzeln:

Rainer Brahm: 6:2/6:2

Marque Berger: 4:6/6:0/10:7

Jonas Holstein: 4:6/3:6

Benedikt Schulz: 1:6/2:6

Es spielten in den Doppeln:

Brahm/Holstein: 2:6/6:3/10:3

Berger/Schulz: 7:5/3:6/10:5